Es sollte ein routinemäßiger Donnerstagabend im Studio 3 des Medienparks Berlin werden. Die Sendung "Dialog der Woche" mit Moderator Thomas Bergmann war seit Jahren ein etabliertes Format im Spätprogramm. Die eingeladene Gastrednerin, Dr. Elena Berger, war eine respektierte aber wenig bekannte Sozialwissenschaftlerin. Niemand ahnte, dass dieser Abend in die Geschichte des deutschen Fernsehens eingehen würde.
Die Nacht des Umbruchs
Mit diesen Worten begann eine 12-minütige, ununterbrochene Rede, die nicht nur das Studio schockierte, sondern eine landesweite Debatte über Medienethik, Transparenz und Verantwortung entfachte. Berger legte detaillierte Belege für systematische Manipulationen in der Berichterstattung vor, nannte konkrete Projekte und Personen und präsentierte interne Dokumente, die sie anonym erhalten hatte.
Im Kontrollraum herrschte zunächst Verwirrung, dann Hektik. Produzentin Martina Vogel berichtete später: "Wir standen vor dem Dilemma: Unterbrechen wir eine live ausgestrahlte Sendung oder lassen wir sie weiterlaufen? Die Entscheidung fiel innerhalb von Sekunden, aber sie fühlte sich wie eine Ewigkeit an."